{"id":2608,"date":"2020-11-15T00:04:46","date_gmt":"2020-11-14T23:04:46","guid":{"rendered":"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/?p=2608"},"modified":"2020-11-15T00:04:48","modified_gmt":"2020-11-14T23:04:48","slug":"vorsicht-baustelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/?p=2608","title":{"rendered":"Vorsicht, Baustelle!"},"content":{"rendered":"\n<p>Es tut sich etwas auf der Baustelle: Orgelbauer W. wirft sich mit vollem K\u00f6rpergewicht auf einen Balken, dem die Tritte der Balganlage sp\u00e4ter als Lager dienen sollen; der Balken klemmt und liegt noch nicht ganz in der richtigen Position. Nachdem er ihn gerichtet hat, befestigt er den Balken mit 25 cm langen, handgeschmiedeten N\u00e4geln. Sein Kollege M. bohrt derweil schon L\u00f6cher f\u00fcr dicke Holzn\u00e4gel. Sp\u00e4ter werden die Orgelbauer mit einem Flaschenzug jeweils drei der sechs schweren Keilb\u00e4lge in dem fertigen Rahmengestell \u00fcbereinander anbringen und \u00fcber die Windkan\u00e4le, in denen deren Luft gesammelt und zur Orgel geleitet wird, miteinander verbinden. Damit nicht all das, was in einem Kirchturm im Laufe der Zeit den Weg nach unten findet, auf der Balganlage landet, versehen M. und W. das ganze schlie\u00dflich mit einem Rieselschutz \u2013 alles so geschehen im Juli dieses Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber bis mit dem Einbau der Balganlage die ersten Teile der neuen Orgel in die St. Nicolai-Kirche kommen konnten, bedurfte es eines erheblichen Vorlaufs: Im September 2018 war der Ausbau der Scherer-B\u00fcnting-Orgel das erste deutlich sichtbare Zeichen des Restaurierungsprojektes. Seither hat sich in der Werkstatt der Orgelbaufirma Flentrop viel getan: Die historischen Orgelpfeifen wurden eingehend untersucht und sind gr\u00f6\u00dftenteils restauriert, die barocken Teile des Untergeh\u00e4uses sind mit den notwendigen Erg\u00e4nzungen versehen, die Klaviatur und gro\u00dfe Teile der Spielmechanik und Windladen sind fertig, die Zimbelsterne wiederhergestellt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Vorstandsmitglieder des Orgelbauvereins konnten sich im Sommer vom aktuellen Stand in der Werkstatt \u00fcberzeugen und auch einen Guss von Metallplatten miterleben. Die Legierung wird speziell in der identischen Zusammensetzung der historischen Vorbilder und in dem aufwendigen Sandgussverfahren gefertigt, wie es auch die alten Pfeifen Jacob Scherers erkennen lassen. In der St. Nicolai-Kirche informiert eine Video- und Fotoinstallation \u00fcber den Werkstattbesuch.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Kirche ist ebenfalls viel geschehen: Das Orgeljoch ist gereinigt und hat frische Farbe bekommen. Bei der Tragekonstruktion der Orgelempore sind die Stahltr\u00e4ger durch Holzbalken ersetzt worden, die Verschalung der Empore wurde entfernt, Tischler haben die Reste einer historischen R\u00fcckwand der Orgel zu einer neuen Wand erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober wurden die Arbeiten durch die Orgelbauer der Firma Flentrop fortgesetzt, diesmal kamen zwei andere Spezialisten, die dem Geh\u00e4use des Hauptwerks, das in der Kirche verblieben war, mit dem Einsatz des frisch restaurierten Untergeh\u00e4uses wieder Stabilit\u00e4t verliehen haben. Au\u00dferdem haben sie den Spieltisch eingebaut und Teile der Spiel- und der Registermechanik in liebevoller und aufw\u00e4ndiger Kleinarbeit eingerichtet. Auch die Windladen von Hauptwerk und Brustwerk, die daf\u00fcr sorgen, dass bei entsprechendem Tastendruck die Luft aus den Windkan\u00e4len die richtige Pfeife erreicht, sind schon da. Ab November gehen die Arbeiten trotz Corona weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte Ihnen das jetzt alles etwas verwirrend vorkommen, dann nutzen Sie die Gelegenheit, sich den Fortschritt der Restaurierung und die sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernde Perspektive auf der Orgelempore aus der N\u00e4he anzusehen. Kontaktieren Sie dazu den Orgelbauverein per Mail unter info@orgelbauverein-moelln.de oder rufen Sie uns an (Brigitte und Hartmut Ledeboer: 04542\/89112). Wir vereinbaren gerne einen Termin mit Ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie das Restaurierungsprojekt dieser einzigartigen Orgel auch immer noch finanziell unterst\u00fctzen: g\u00f6nnen Sie Sich oder verschenken Sie zu Weihnachten eine Orgelpfeifenpatenschaft! Wir stehen kurz davor, eine Spendensumme in H\u00f6he von 100.000,- \u20ac alleine durch die Summe der Pfeifenpatenschaften zu erreichen. Wenn Sie mithelfen, erreichen wir diese Marke noch vor Jahresende. Sie tragen auf diese Weise wesentlich dazu bei, die noch vorhandene Finanzierungsl\u00fccke von ca. 200.000,- \u20ac zu schlie\u00dfen! Sie erhalten Ihre Urkunde noch vor Weihnachten, eine Spendenbescheinigung und k\u00f6nnen sich auf der Patentafel in der Kirche eintragen lassen. Patenschaftsflyer bekommen Sie in der Kirche, im Kirchenb\u00fcro oder auf dieser Homepage unter <a href=\"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/?page_id=651\">diesem Link<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Hartmut Ledeboer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es tut sich etwas auf der Baustelle: Orgelbauer W. wirft sich mit vollem K\u00f6rpergewicht auf einen Balken, dem die Tritte der Balganlage sp\u00e4ter als Lager dienen sollen; der Balken klemmt und liegt noch nicht ganz in der richtigen Position. 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