{"id":1728,"date":"2016-10-30T00:10:01","date_gmt":"2016-10-29T22:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/?p=1728"},"modified":"2016-10-30T00:39:46","modified_gmt":"2016-10-29T22:39:46","slug":"so-geht-es-weiter-mit-der-scherer-buenting-orgel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/?p=1728","title":{"rendered":"So geht es weiter mit der Scherer-B\u00fcnting-Orgel"},"content":{"rendered":"<p><em>Pressemitteilung vom 24.10.2016 des Ev.- Luth. Kirchenkreises L\u00fcbeck-Lauenburg<\/em><\/p>\n<p>Sie geh\u00f6rt zu den Instrumenten mit dem \u00e4ltesten und wertvollsten Pfeifenbestand im norddeutschen Raum: die M\u00f6llner Scherer-B\u00fcnting-Orgel. Noch heute erklingen gotische Orgelpfeifen aus dem fr\u00fchen 15. Jahrhundert und in fast vollst\u00e4ndigen Registern erhaltene Pfeifen des Orgelbaumeisters Jakob Scherer (1555). Die Orgelbaumeister Hans K\u00f6ster (1568) und Friedrich Stellwagen (1638 &#8211; 1641) hinterlie\u00dfen weitere historische Spuren im Pfeifenbestand der Orgel in St. Nicolai.<\/p>\n<p>Der Zahn der Zeit fordert allerdings seinen Tribut: Ohne eine umfassende Grundsanierung ist die Orgel auf Dauer nicht funktionsf\u00e4hig. Der Orgelsachverst\u00e4ndige und Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen empfiehlt in seinem Gutachten aus dem Jahr 2000 die Restaurierung und teilweise Rekonstruktion des historischen Instrumentes. Damals gr\u00fcndete sich der M\u00f6llner Orgelbauverein, der sich seitdem f\u00fcr die Sanierung einsetzt. Weitere Gutachten folgten in den Jahren 2010 und 2013 vom Hamburger Orgelbaumeister Hans-UIrich Erbsl\u00f6h sowie aus diesem Jahr erneut von Hans-Martin Petersen &#8211; sie best\u00e4tigten die fr\u00fchere Einsch\u00e4tzung \u00fcber den Zustand der Scherer-B\u00fcnting-Orgel.<\/p>\n<p>Neben der Wiederherstellung der Orgel m\u00fcssen auch begleitende Bauma\u00dfnahmen an der St. Nicolai-Kirche ausgef\u00fchrt werden. Die erneuerte Orgel braucht stabile klimatische Verh\u00e4ltnisse mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 60 Prozent; dementsprechend m\u00fcssen die Beheizung und Befeuchtung der Kirche angepasst werden. Umbauten im direkten Umfeld der Orgel, wie die Tragekonstruktion der Orgelempore, werden erst nach der Demontage und Neuplanung genau ersichtlich sein.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr alle Arbeiten sind mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzspritze des Bundes, der im Rahmen des Orgelsanierungsprogrammes 600.000 Euro f\u00fcr die Sanierung dazu gibt, ist ein wichtiger Meilenstein. Darauf aufbauend werden aktuell weitere F\u00f6rderantr\u00e4ge an \u00f6ffentliche Stellen und Stiftungen gestellt. \u201eMit der F\u00f6rderung haben wir unverhofft ein gro\u00dfes St\u00fcck aus dem Kuchen rausschneiden k\u00f6nnen\u201c, sagt Hartmut Ledeboer, Vorsitzender des M\u00f6llner Orgelbauvereins. Er \u00fcberreicht den Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer (SPD), Norbert Brackmann (CDU) und Konstantin von Notz (Gr\u00fcne) Urkunden zu Orgel-Ehrenpatenschaften. \u201eSie sind jetzt Paten dreier Orgelpfeifen, die zusammen im Dreiklang die Tonart C-Moll ergeben\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1724\" aria-describedby=\"caption-attachment-1724\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1724\" src=\"http:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800-300x200.jpg\" alt=\"Die Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz, Nina Scheer und Norbert Brackmann machten sich in Berlin erfolgreich stark f\u00fcr die M\u00f6llner Orgel.\" width=\"480\" height=\"320\"  title=\"So geht es weiter mit der Scherer-B\u00fcnting-Orgel\" srcset=\"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800-300x200.jpg 300w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800-768x512.jpg 768w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800-560x372.jpg 560w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800-212x140.jpg 212w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_002_MDBs-800.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1724\" class=\"wp-caption-text\">Die Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz, Nina Scheer und Norbert Brackmann machten sich in Berlin erfolgreich stark f\u00fcr die M\u00f6llner Orgel.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bereits gesammelte Spendengelder des Orgelbauvereins von 240.000 Euro kommen mit in den Sanierungstopf- nun fehlen noch 860.000 Euro. Davon m\u00f6chte der Orgelbauverein bis Ende 2017 weitere 60.000 sammeln. \u201eWir hoffen, noch dieses Jahr das Spendenbarometer die 50-Prozent-Marke mit 900.000 Euro \u00fcberspringen zu sehen\u201c, so Ledeboer weiter. Weitere Gelder flie\u00dfen vom Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg und der Nordkirche in die Orgelsanierung.<\/p>\n<p>Die Kirchengemeinde sucht auch weiter Pfeifenpaten: Diese k\u00f6nnen Patenschaften zwischen 20 bis 2.500 Euro erwerben und sie erhalten eine Urkunde \u00fcber die Patenschaft. Es sind Pfeifen aus dem fr\u00fchen 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Von den insgesamt 2731 Pfeifen konnten sich \u00fcber 60 Prozent von historischer Bedeutung erhalten. Die gr\u00f6\u00dfte Pfeife ist \u00fcbrigens stolze sechs Meter lang.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1725\" aria-describedby=\"caption-attachment-1725\" style=\"width: 468px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1725\" src=\"http:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800-300x200.jpg\" alt=\"V. li. n. re.: Organistin Annette Arnsmeier, die Pfeifenpaten Birgit Flemmig, Gisela Drews und BerndUlrich Flemmig sowie Hartmut Ledeboer, Vorsitzender des Orgelbauvereins.\" width=\"468\" height=\"312\"  title=\"So geht es weiter mit der Scherer-B\u00fcnting-Orgel\" srcset=\"https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800-300x200.jpg 300w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800-768x512.jpg 768w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800-560x372.jpg 560w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800-212x140.jpg 212w, https:\/\/orgelbauverein-moelln.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/2016_10_24_M\u00f6lln_Orgel_003_Pfeifenpaten-800.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1725\" class=\"wp-caption-text\">V. li. n. re.: Organistin Annette Arnsmeier, die Pfeifenpaten Birgit Flemmig, Gisela Drews und BerndUlrich Flemmig sowie Hartmut Ledeboer, Vorsitzender des Orgelbauvereins.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit der niederl\u00e4ndischen Orgelbaufirma Flentrop soll im Herbst 2017 der Restaurierungsvertrag geschlossen werden &#8211; und wenn alles klappt, werden die Arbeiten an dem Instrument dann beginnen.<\/p>\n<p>\u201eWir haben hier in M\u00f6lln eine der wertvollsten Orgeln im Land &#8211; mit den \u00e4ltesten Pfeifen im historischen Prospekt deutschlandweit\u201c, wei\u00df Hans-Martin Petersen, Orgelsachverst\u00e4ndiger der Nordkirche<\/p>\n<p>Die Sanierungszeit der Orgel wird laut Ledeboer rund 18 Monate dauern &#8211; dazu kommen acht Monate Planungs- und Vorbereitungszeit. \u201eOhne Orgel m\u00fcssen wir kreativ werden\u201c, res\u00fcmieren Ledeboer und Annette Arnsmeier, Organistin von St. Nicolai. Aber auch die \u201eAuszeit\u201c werde \u00fcberstanden &#8211; mit Blick auf fertig sanierte Orgel.<\/p>\n<p>Es werden dringend weitere Spenden zur Rettung der Scherer-B\u00fcnting-Orgel ben\u00f6tigt. Wer helfen m\u00f6chte:<\/p>\n<p><strong>Spendenkonto: Orgelbauverein St. Nicolai zu M\u00f6lln e. V.; IBAN: DE34 5206 0410 0006 4351 49<\/strong><br \/>\n<strong>Bank: Evangelische Bank eG; Verwendungszweck: Spende Orgel-Sanierung<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Infos zur M\u00f6llner Orgel finden sich hier: orgelbauverein-moelln.de.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Zitate der Bundestagsabgeordneten:<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Nina Scheer (SPD): \u201eDer Einsatz f\u00fcr dieses ganz besondere Orgelprojekt hat sich ausgezahlt, hier\u00fcber freue ich mich sehr, zumal die Orgel in M\u00f6lln nicht nur weit \u00fcber die Stadtgrenze hinaus bekannt ist, sondern auch in vielen Orgelb\u00fcchern und Schriften Erw\u00e4hnung findet. Die Restaurierung der Orgel st\u00e4rkt zudem die vielf\u00e4ltige kirchenmusikalische und kulturelle Arbeit, von der mir Frau Battige (B-Organistin der Heilig-Geist-Kirche) und Herr Ledeboer (Vorsitzender des Orgelbauvereins St. Nicolai zu M\u00f6lln) bei meinem Besuch eindrucksvoll berichteten. Als ein besonderes Vergn\u00fcgen empfand ich dabei eine sechsh\u00e4ndige Klangprobe.\u201c<\/p>\n<p>Norbert Brackmann (CDU): \u201eEs hat sich gelohnt. Die M\u00f6llner St. Nicolaikirche erh\u00e4lt f\u00fcr die seit langem geplante Sanierung ihrer Orgel 600.000 Euro vom Bund. Mit den Geldern aus Berlin wird nun die umfassende Grundsanierung einer der wertvollsten und \u00e4ltesten Orgeln im Norddeutschen Raum m\u00f6glich\u201c. Die F\u00f6rderung sei sowohl f\u00fcr die St. Nicolaikirche als auch f\u00fcr M\u00f6lln eine echte Auszeichnung. \u201eIm Bundesprogramm standen lediglich 2,6 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung; aus dem gesamten Bundesgebiet wurden \u00fcber 76 Antr\u00e4ge mit einem Volumen von rund 7,4 Millionen Euro gestellt\u201c.<\/p>\n<p>Dr. Konstantin von Notz, (Gr\u00fcne): \u201eDie Scherer-B\u00fcnting-Orgel zeugt auf einmalige Weise von den verschiedenen kirchenmusikalischen Epochen. Sie beeindruckt nicht nur in Klang und Erscheinung, sondern ist laut mehrerer Gutachten auch europaweit von kirchenhistorischer Bedeutung. Dieses Erbe gilt es wertzusch\u00e4tzen und zu erhalten. Die gro\u00dfz\u00fcgige Bundesf\u00f6rderung kommt angesichts des maroden Zustands dieses Kleinods zum richtigen Zeitpunkt\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung vom 24.10.2016 des Ev.- Luth. 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